Aale

Aale

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Aale (Anguilla anguilla) gehören zu den bekanntesten einheimischen Fischarten. Sie sind von schlangenförmiger, am hinteren Körperende seitlich abgeplatteter Gestalt.

Rücken-, After- und Schwanzflosse bilden einen durchgehenden Flossensaum. Der Aal ist je nach Entwicklungsstadium durchscheinend (Glasaal), braun-gelb oder braun-silbrigweiß gefärbt. Die kleinen Schuppen liegen tief in der Haut unter einer dicken Schicht zähen Schleims.

Biotopansprüche und Lebensweise

Aale sind Wanderfische, die bis zur Geschlechtsreife in verschiedensten Küsten- und Binnengewässern leben. Im Winter stellen sie die Nahrungsaufnahme ein und ruhen am Gewässergrund. Am Tag verbergen sie sich bis zum Kopf im Boden oder in dichten Wasserpflanzenbeständen, während sie überwiegend nachts das Versteck verlassen und Nahrung suchen. Diese besteht aus Wirbellosen und Fischen. Nach 5 bis 18 Jahren im Süßwasser verlassen die Aale (Rogner bis zu 6 kg Masse und 1,5 m Länge, Milchner maximal 185 g und 50 cm) ihre Wohngewässer und wandern stromab. Ihr Körper wird silbrig bis kupferfarbig, die Augen vergrößern sich und ohne weitere Nahrungsaufnahme durchqueren sie den Atlantik, um in der Sargassosee (nahe dem Golf von Mexiko) abzulaichen und schließlich zu verenden.