Schleien

Schleien

schleie

Die Schleie (Tinca tinca) hat einen gestreckten, seitlich kaum abgeflachten Körper. Ihre kleinen, länglichen Schuppen sind tief in der auffallend schleimigen Haut verborgen.

Sie ist goldgrün bis gelbbraun gefärbt, manche Exemplare zeigen einen starken Messingglanz. In den Mundwinkeln sitzt je ein kleiner Bartfaden. Schleien können etwa 15-20 Jahre alt, bis 60 cm lang und 3 kg schwer werden. In Kleingewässern mit einseitigen Lebensbedingungen und daher weitgehend fehlenden Raubfischbeständen neigen Schleien zur Verbuttung (Zwergwuchs durch hohe Bestandsdichten ohne entsprechendes Nahrungsangebot).

Biotopansprüche und Lebensweise

Die Schleie ist eine Bewohnerin stehender bis langsam fließender, krautreicher Gewässer mit schlammigem Bodengrund. Sie ernährt sich von Würmern und Schnecken, die sie vom Boden aufnimmt oder von Pflanzen abweidet. Die Schleie stellt relativ geringe Ansprüche an die Wasserqualität und toleriert auch noch geringe Sauerstoffgehalte. Sie gehört deshalb zusammen mit Rotfedern und Karauschen zur typischen Fischfauna schlammreicher, ausstickungsgefährdeter Kleingewässer.